Und dann bin ich morgens um 9:00 Uhr mit dem Flugzeug aus New York in Dublin gelandet, und Woche 22 begann. Wie schon letzte Woche berichtet, habe ich das erste Mal nach fünf Monaten wieder
europäischen Boden betreten, und es war ein Genuss. Dublin erscheint sofort sehr Einzigartig, international, aber auch sehr europäisch. Ich habe mich gleich in den Flughafenbus geschmissen und bin in
die Altstadt gefahren, da ich 5 Stunden Zeit hatte, bis mein Flugzeug nach Lanzarote losgehen sollte. In der Zwischenzeit bin ich mit meinem Rucksack durch Dublin, überwiegend durch Temple Bar,
gewandert und habe mir die schöne Stadt angeschaut. Irland ist offensichtlich das einzige Land in der EU, das Linksverkehr hat. Die Stadt ist sehr bunt und lebt von wunderschönen Kontrasten.
Ich habe mir nach dem langen Flug erst einmal einen doppelten Espresso gewünscht, den ich in einem italienischen Kaffee bekommen habe. Anders als in den USA waren die Betreiber echte Italiener und
der Espresso hätte einem glatt die Schuhe ausziehen können.
WTF (what the f…) ist ja in den USA eher vulgär und nicht erwünscht, ich habe in Dublin kennen gelernt, dass es hier eine ganz andere Bedeutung hat😂😂😂
Ich habe meinen Spaziergang durch Dublin fortgesetzt, die bunte Abwechslung genossen, Hausfassaden entdeckt, im Original Holz, über 300 Jahre alt, ein Alter, dass sich die Menschen auf der anderen
Seite des Atlantiks kaum vorstellen können. Offensichtlich hat es hier keinen Krieg gegeben, der diese alten Gebäude hätte zerstören können.
Ich bin dann am Regierungsgebäude vorbei zum Dublin Castle, unspektakulär aber dennoch schön, bemerkenswert, dass vor dem Castle nur die irische und europäische Flagge gewählt hat, nach fünf Monaten
auch einmal eine ganz andere Erfahrung.
Direkt am Castle, ein Steakhouse, dass einen bemerkenswerten Stil aufwies, und über der Tür nur der Rest von der Kuh, der übrig bleibt, wenn man das Wesentliche in die Pfanne haut.
Von dort bin ich runter zum Fluss, an dessen Ufer ich eine Kaffeerösterei entdeckt habe, deren Gründung nach irischen Verhältnissen eher in die Neuzeit datiert wird.
Sehr schön, dass in Dublin alte Fassaden offensichtlich nicht abgerissen werden, sondern stehen bleiben, und das neue Gebäude eher dahinter neu errichtet wird.
Bevor ich zum Flughafen zurückfahren musste, wollte ich wenigstens einmal in Irland ein Original Guinness Bier trinken , war der einzige Gast in der Kneipe, obwohl schon 11:00 Uhr morgens, habe mir
aber vom Kneipier versichern lassen, dass Guinness durchaus auch als Frühstück gilt, habe dieses Frühstück zur Hälfte getrunken, musste es anschließend mit einem halben Red Ale nachspülen, und habe
beschlossen, dass Guinness in Irland gut aufgehoben ist, aber gerne auch dortbleiben sollte.
Dann bin ich zum Flughafen zurück, habe mich in den sehnsüchtig erwarteten Flieger nach Lanzarote gesetzt und habe in bekannte Gefilde abgehoben.
Auf Lanzarote war durch Andrea schon eine kleine Willkommensparty organisiert, zwar nicht direkt am Sonntagabend, aber am Montagabend, wir haben eine Grillparty gestartet und unsere direkten Nachbarn
eingeladen.
Die drei Tage, die wir auf Lanzarote hatten, haben wir voll und ganz zur Erholung genutzt. Die einzige tägliche Entscheidung, die wir fällen mussten, war, ob wir in unserem eigenen Garten abhängen
und unseren kleinen „Pool“ und die AußenDusche nutzen, oder ob wir an den Strand fahren und aufs Meer hinaus schauen. Wir haben im Wechsel beides genossen.
Bereits am Donnerstag sind wir dann nach Köln zurückgeflogen, weil wir in Köln am Freitagmorgen einen wichtigen Termin hatten. Wir kamen in unsere Wohnung zurück, alles war in Ordnung, lediglich
demGarten könnte man ansehen, dass er fünf Monate lang keinerlei Pflege bekommen hatte. Der Rasen war eine Wiese, die sich kaum noch mähen ließ, die Disteln im Beet standen 1,70 m hoch . Wir haben
zuzweit Vollgas gegeben, und drei große Säcke, so genannte Big Bags, zur GrünschnittAbfuhr gefahren. Und wir haben nach getaner Arbeit seit langem mal wieder ein Kölsch auf der Terrasse
genossen.
Inzwischen ist der Garten zumindest wieder ansehnlich geworden. Jetzt bleiben wir die kommendeWoche in Köln und reisen übernächste Woche nach Amsterdam weiter.