Das Wichtigste der vergangenen Woche war Andrea‘s Abreise in Frankfurt und Ankunft in Chicago , wo ich sie Sonntagmittag in O‘Hare abgeholt habe. Dann sind wir nach Milwaukee zu unserem Haus in
Wauwatosa gefahren, das zumindest für Andrea ja völlig neu war. Dort hat sie ein gebührender Empfang mit Blumen, Willkommensgeschenk, spanischem Cava und Abendessen erwartet.
Und dann ist da ja noch meine neue Arbeit in der Universitätsklinik. Der wirklich erste Arbeitstag war am vergangenen Montag, so dass ich meine erste Arbeitswoche real bewältigt habe. Der
EmpfangamMontag war außergewöhnlich herzlich, Jan aus Amsterdam und ich sind wirklich sehr freundlich empfangen worden. Einen neuen Ausweis, diesmal fürs Universitätsklinikum, haben wir auch
bekommen. Dannsind wir eingekleidet worden und gleich in den OP verschoben worden. Da haben wir uns mehr oder weniger die ganze Woche aufgehalten. Auch wenn ich am Ende der Woche vielleicht nicht
mehr ganz so frisch ausgesehen habe.
Das wichtigste zum Gelingen dieser Arbeitswoche war selbstverständlich mein privater Limousinen-Service, der mich morgens zur Arbeit gefahren und nachmittags wieder abgeholt hat. zum Radfahren ist es
bei 4° noch zu kalt, außerdem habe ich noch gar kein Fahrrad.
Den Abschluss der Woche haben wir am Freitagabend mit traditionellen „Friday fish fry“ begangen, in einem österreichischen Gasthaus, das Kegel Inn, mit einer 100-jährigen Tradition und eigenem
gebauten Bier, immer noch im Besitz der Familie Kegel.
Dann hatten wir diese Woche noch ein Highlight, wir haben uns ein Auto gekauft.
Es war eine schwierige Situation, wir haben uns das Geld von meinem besten Kumpel hier vor Ort geliehen, er hat uns einen Scheck geschrieben, den haben die Autohändler nicht anerkannt, weil er nicht
auf unseren Namen war und out of State, also nicht von Wisconsin, sondern von Kalifornien war, also sind wir zurück zu unserer Bank, in der wir gerade unser Konto eröffnet hatten, haben sein Geld
eingezahlt und unseren eigenen Scheck zum Autohändler gefahren, den er nicht anerkannt hat, weil es ein „Personal cheque“ und kein „cashier Check“ war. Unbegreiflich für Europäer, die den
Zahlungsverkehr mit Checks vor circa 20 Jahren eingestellt haben. Am Ende sind wir zu unserer Bank gefahren und haben die 10.600 $ in Cash abgeholt und sind damit zum Autohändler
gefahren.
Dann haben wir heute am Samstag unser Auto, einen Ford Edge, 13 Jahre alt, 122.000 Miles gelaufen, top Zustand, 285 PS, ein richtiges Geschoss, endlich ausgehändigt bekommen, sind sehr
zufrieden, sehr stolz und sehr glücklich. Dann haben wir mit dem Auto erst mal einen Ausflug gemacht.
Und dazu gehörte eine kleine Wanderung durch einen sehr schönen Park mit einem beeindruckenden Aussichtsturm, sehr schönes Wetter, sonnig, allerdings nur circa 4° und viel Wind, so dass wir unsere
neuen Eismäntel von Wellensteyn einweihen und austesten konnten. Sie haben ihre Probe fantastisch bestanden. Dann sind wir noch an den Lake Michigan gefahren, der in winterlicher Ruhe wie ein Meer
vor uns lag.
Die Woche zwei, meine erste Arbeitswoche, ist zu Ende und war wie erwartet von einer Menge neuer Eindrücke(alles ist neu, alles ist anders) geprägt. So wird es vermutlich noch ein paar Wochen
weitergehen, freut euch gerne jetzt schon auf Woche drei, die wir am nächsten Wochenende posten werden.