Es gab letzte noch ein besonderes Erlebnis, das wir euch nicht vorenthalten wollen: mitten in der Nacht gegen 3:30 Uhr wurden wir wach, weil auf der Straßen vor unserem Haus ein großer Polizeieinsatz war. eine Stimme aus dem Lautsprecher hatte uns geweckt:“ Wauwatosa police department, this is our last warning, get on your knees and get your hands over your head, so we don’t need to fight you.” als ich aus dem Fenster schaue, sehe ich in dem rot-blauen BlitzlichtGewitter tatsächlich Jemanden auf dem Bürgersteig knien, um ihn herum ein paar Sheriffs mit Taschenlampen und Pistolen. für uns war die Nacht zu Ende, denn kurz danach kam noch ein Abschleppwagen, der unter lautem Getöse und kräftig arbeitenden Motor einen Umzugswagen abgeschleppt hat. Andrea hat am nächsten Tag aus dem Internet rausgefunden, dass es sich um 2 Diebe gehandelt hat, die mit diesem Umzugswagen gekommen waren um bei unserem Nachbarn, der gerade sein Dach neu gemacht bekommt, das Dachmaterial klauen wollten. Ist also offensichtlich doch nicht so spießig und langweilig in Wauwatosa. 

Am Montag war Memorial Day, es ist immer ein Feiertag am letzten Montag des Monats Mai. Vor 27 Jahren wurde an diesem letzten Montag im Mai, da war es der 26. Mai und natürlich trotzdem Memorial Day, Simon Moritz Meuser in San Francisco geboren.




Wir waren letzten Montag am Memorial Day in einem neuen Park, südlich von Milwaukee, in Franklin, im Whitnall Park. Und jetzt denken bestimmt alle, ja klar, sind sie bestimmt mal wieder Golfspielen gewesen. Ja, stimmt. Aber für diejenigen, denen es langweilig wirkt, wenn wir zu viel über unsere Golfplatzausflüge berichten, für die berichten wir auch gerne über die dazugehörigen Parks. Andrea und ich sind nämlich Mitglieder geworden im Milwaukee County Park Club. In Milwaukee selber und im Landkreis drumherum gibt es sehr viele Parks, die jeweils meist auch einen Golfplatz haben, sodass Andrea und ich als Mitglieder des county Park Clubs dort auch spielen dürfen. Wir lernen dadurch nicht nur neue Golfplätze, sondern eben vor allem auch neue Parks kennen. Und dieser Park am letzten Montag in Franklin war traumhaft schön, dass wir euch hierzu ein paar Bilder zeigen möchten. Der Park hatte auch einen kleinen See, sattes Grün, viele Bäume, top gepflegt, abwechslungsreiche Flora und auch Fauna. 


Und noch nie waren wir auf einem Golfplatz, auf dem es mitten auf den Fairway Wasserabläufe mit Gullideckel gab. 


Nachdem wir über diesen Golfplatz mehr spaziert sind, sind wir anschließend in der Sonne im angrenzenden Biergarten gewesen, in dem sogar eine Bernd nachmittäglichen spielte. So konnten wir diesen wunderbaren Memorial Day mit Bier aus Milwaukee und Livemusik in der Sonne ausklingen lassen.

Die Spielregeln im OP bezüglich Hygiene und Sterilität sind auch anders als in Deutschland. Einerseits achtet niemand darauf, ob du deine Schuhe wechselst, bevor du den OP betrittst (du könntest auch durchaus in deinen Straßenschuhen in den Op gehen, ohne aufzufallen. alle tragen übliches Schuhwerk, das sich von Straßenschuhen nicht unterscheidet, auch ich trage im OP normale Schuhe, die allerdings exclusive nur für den OP sind). Dann tragen wir hier so kleine Mützchen, aus denen sie selbst bei den Operateuren die Haar überall ausschauen, die OP-Schwestern tragen Piercing und Schmuck und haben lange und bunte aufgeklebte Fingernägel, auch die Patientinnen haben lange und aufgeklebten Fingernägeln, manche Mitarbeiter innen gehen mit ihrer OP Kleidung abends nach Hause und kommen morgens mit der selben OP Kleidung wieder zur Arbeit zurück, und bei alledem sind trotzdem die Infektionsrate nicht höher als zum Beispiel in Deutschland. Aber die Krönung der unlogischen Ungereimtheiten: einerseits läuft der Operateur mit Anorak ( den er vmtl auch außerhalb des Krankenhauses trägt) telefonierend durch den OP-Saal, aber wehe man betritt den Op-Saal ohne Gesichtsmaske, dann bekommen alle einen fast hysterischen Anfall. Ich gewöhne mich langsam daran und werde es ziemlich bald auch schon völlig normal finden.

Das Wetter in Milwaukee kann sich innerhalb von 1 Stunde um 180° verändern, eben noch sommerlich warm und sonnig, 1 Stunde später Gewitter mit Starkregen und Sturm. Am nächsten Tag finde ich dann auf dem Weg zur Arbeit mit meinem Fahrrad abgebrochene Bäume und die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. 
Nächsten Monat, vom 15. Juli bis zum 18. Juli, findet in Milwaukee, leider ausgerechnet hier, der RNC der Republican National Kongress statt. Orange Head kommt, um sich zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner küren zu lassen. Es werden angeblich viele Krawalle in der Stadt erwartet, so dass wir als regionales Traumazentrum Nr. 1  uns auf alle Eventualitäten vorbereiten. Ich habe unglücklicherweise in dieser Zeit Nachtdienste und werde wohl kaum zum schlafen kommen. wir kreieren einen besonderen NotdienstPlan mit Katastrophenplan, wir haben im Krankenhaus sogar ein extra Bett für den Expräsidenten vorbereitet. 
Morgen, am Montag, habe ich frei, so dass wir uns letzte Woche überlegt haben, was wir über das so genannte lange Wochenende machen können und welchen Ausflug wir uns gönnen. Nach einigen guten Ideen, unter anderem Minneapolis, Nashville oder New Orleans, haben wir nicht zuletzt wegen der Wettervorhersage uns glücklicherweise für New York entschieden.
Am Freitag musste ich noch spät arbeiten, so dass wir unseren Flug für Samstagmorgen, sehr früh, gebucht hatten. Wir sind um 4:00 Uhr aufgestanden, um 5:00 Uhr los geflogen und um 7:00 Uhr nach NewYork gestartet. Dort sind wir an einem richtigen Sommertag angekommen, sonnig, warm, bis zu 26°. Wir sind über Times Square ( und sind hier erst mal von ein paar verrückten überfallen worden, die für ihre Mitgestaltung des Fotos ein Trinkgeld wollten), 7. Avenue hochgewandert, an der berühmten Carnegie Hall vorbei, bis zum CentralPark, ein kleines Stück durch den Central Park hindurch, dann die 5. Avenue nach Süden, einen kleinen Abstecher in den Trump Tower (vor dem ein schauspielerisches Talent in Donald Trump Outfit den Verkehr regelte und dabei Körperbewegungen machte,diesehrauthentisch an Trump selber erinnern), an der Saint Patricks Kathedrale vorbei bis zum Empire State Building, in dem wir sogar bis zur 102.  Etage hoch gefahrensind. Dort hatten wir, genauso wie auf der Zwischenetage im 86. Stock, spektakuläre Ausblicke in alle Richtungen.

Beim Blick über die Stadt haben wir ganz in der Nähe, kurz vor dem Madison Square Garden, von oben eine Rooftopbar entdeckt, die uns sehr gereizt hat. Also sind wir nach dem Empire State Building zudieser Rooftop Bar gegangen und haben uns dort in die Sonne gesetzt. Nach unserem ersten Cocktail haben wir entdeckt, dass andere ihren Cocktail aus Plastiktüten tranken. Außerdem hatten dieseCocktails eine kleine Ente als Dekoration. Und da wir für unsere beiden Enkeltöchter, Alenia und Pippa (muss in ca. 4 Wochen noch geboren werden) eine solche Ente als Mitbringsel aus NewYork habenwollten , blieb uns nichts anderes übrig, als nochmals zwei Cocktails nachzubestellen. Ist uns aber nicht besonders schwer gefallen.

Schaut euch die Bilder an, wir denken, sie sprechen für sich. 
Am Ende haben wir am gestrigen Samstag 15 km zu Fuß durch New York gemacht, waren noch italienisch essen und sind dann todmüde ins Bett gefallen. Es gibt noch eine Fortsetzung von New York überdenheutigen Sonntag und den morgigen Montag, die ihr dann am nächsten Wochenende im Update dieses Blog sehen und lesen könnt. Ganz abgesehen davon, dass wir jetzt schon für das nächste Wochenendeauch wieder etwas besonderes vorhaben, dass sich dann mit dem  Restbericht diesen Wochenendes mischt.