Diese Woche hatten wir einen Mottotag, jeder sollte etwas zu Essen mit in die Abteilung bringen. Große Abteilung = sehr viel Essen. Andrea hatte mir einen Linsensalat zum Mitnehmen gemacht, der
extrem gut angekommen ist. Viele wollen das Rezept haben, weil es für amerikanische Verhältnisse etwas Außergewöhnliches ist, gesundes Essen zu bekommen . Viele andere haben Popcorn
mitgebracht,Nachos,Süßigkeiten oder Donuts und Bagels. Und wie mein türkischer Kollege sagte: „ja, ja, die Amerikaner können zum Mond fliegen, aber kochen können sie nicht“ (Autofahren übrigens auch
nicht).
Zu dem Buffet gab es noch ein kleines Spiel, Bilder an der Wand von Kollegen und Kolleginnen, die wir per Quiz anhand ihrer alten Fotos erkennen sollten. Ich habe nur 8 von 29 erkannt, bin wohlnochzu
neu in der Abteilung.
Ansonsten habe ich mich aber in die Abteilung schon gut eingelebt, was ich nach fast drei Monaten auch erwartet hätte, und die Arbeit ist alltäglich geworden. Zweimal pro Woche arbeite ich lang,
fast14 Stunden, meist von 6:30 Uhr morgens bis 19:30 Uhr abends. Dann steht mein Fahrrad auch sehr vereinsamt im Parkhaus und wartet sehnsüchtig darauf, von mir nach Hause gefahren zu werden.
Der Sommer hat Einzug gehalten, die Tage, an denen es sonnig und warm ist, nehmen zu, manchmal haben wir sogar schon zwischen 25° und 30°, es bleibt abends bis 20:30 Uhr hell, so dass wir auch nach
der Arbeit noch raus können und in der Abendsonne ein bisschen Bewegung an der frischen Luft haben.
Gestern am Sonntag hatte ich tagsüber Dienst im Krankenhaus und habe gearbeitet, so dass der Wochenbeitrag auch gestern nicht fertig geworden ist. Stattdessen haben wir heute Zeit, denn es ist
Feiertag, Memorial Day, und ich muss heute nicht arbeiten. Währenddessen ist unsere Chefin (auf dem Foto links) Und unser Vice Chair, mein Freund Jens (auf dem anderen Foto rechts), in München auf
dem Kongress der European Society of Anesthesiologists, und macht Reklame für unser MCW (Medical College of Wisconsin) Department of Anesthesiology, um neue Interessenten für die Arbeit hier zu
werben . Vielleicht kommen ja die beiden Kollegen aus Bonn, die ich von früher schon kenne, auch eines Tages nach Milwaukee.
Andrea und ich sehen uns derweil verpflichtet, auch neue Golfplätze auszuprobieren, so dass wir am Samstag bei bestem Wetter und über uns kreisenden Greifvögeln im Lincoln Park gespielt haben, wie
immer von wilden Putern und Puten begleitet, nicht ohne uns anschließend im bayerischen Biergarten am Milwaukee River ein kleines (😉) Kaltgetränk zu gönnen.
Auch wenn es diesmal wenig Fotos geworden sind, und die Beiträge durch den Alltag an Originalität einbüßen, hatten wir erneut eine tolle Woche. Andrea war aus Lanzarote zurück und wir haben
unshiereine schöne Zeit gemacht, außerdem hatten wir unseren ersten Besuch in Milwaukee, Freunde von uns aus Speyer, genau gesagt: mein ehemaliger Chef mit seiner Frau aus Speyer, bei dem ich
eineZeitlangim Krankenhaus als Honorararzt gearbeitet hatte. Wir hatten eine schöne Zeit, diese Woche, einige gemeinsame Abendessen, ein gemeinsames Golfspielen und ein paar Bierchen. Können auch
Biere gewesen sein 😂😂😂.
Falls Ihr den Eindruck bekommen habt, das Leben hier in Amerika besteht zu einem großen Teil aus Arbeiten, viel Geld verdienen und Golf spielen gehen, täuscht Euch nicht ‼️ Mehr dazu am
nächstenWochenende 😁