Wir haben euch schon im neuen Jahr begrüßt, dass noch von Lanzarote aus, wo wir noch die ersten zwei Wochen des Januar geblieben sind. Danach sind wir zurück nach Milwaukee geflogen und in den amerikanischen Alltag zurückgekehrt. So können wir euch heute über den 11. Monat, Januar 2025, berichten.

Die ersten zwei Wochen des Januar haben wir auf Lanzarote vor allem zum Genießen genutzt und Ausflüge gemacht, zumal Andrea’sVater, Eberhard (von unserem Freund Herman dem Künstler aus Paderborn liebevoll auch EberHeart Eber♥️ genannt), zu Besuch war und wir ihm gar nicht genug zeigen konnten. So waren wir jeden Tag am Strand, haben wir regelmäßige Ausflüge in die Weinberge gemacht, natürlich auch um Wein zu probieren, haben Ausflüge zu schönen Restaurants, unter anderem nach El Golfogemacht (dort, wo diegrünen Seen sind) und sind mit unseren Freunden nach La Graciosa, der 8. der kanarischen Inseln, mit der Fähre gefahren, denn unsere Freunde haben dort ein Haus, und Eberhard warbisher noch nichtauf dieser Insel. Die Überfahrt mit der Fähre dorthin ist für Andrea immer eine Herausforderung, aber dieses Mal war der Atlantik ruhig und brav.
Die drei Wochen Lanzarote über Weihnachten und Neujahr waren eine wunderbare Erholung und haben sehr deutlich gemacht, dass wir nicht lange weg sein wollen und weg sein können. Alleine das Klima im Winter zwischen 20° und 25°, nachts nicht kälter als 15°, dazu trocken und sonnig, ist fast unentbehrlich. Wir haben beschlossen, obwohl wir in Milwaukee über das versprochene eine Jahr hinaus verlängert haben, dass wir dennoch bald nach Europa, insbesondere Lanzarote, zurückkehren wollen. Andrea hat schon mal auf der wunderbaren Insel ihre Fühler zum Arbeiten ausgestreckt. Dadurch wissen wir, da geht was.

Dann bin ich am 12. Januar über Madrid und London nach Chicago und von dort nach Milwaukee zurück gereist und habe mich nicht nur in den amerikanischen Alltag zurück gestürzt, sondern auch in den bitterkalten Winter von Wisconsin. Bei +25° in Lanzarote los geflogen und bei -23° in Milwaukee angekommen, hat der Temperaturunterschied von fast 50° bei mir auch sofort zu einem lästigen Schnupfen geführt.
Am 18. Januar ist auch Andrea nach Milwaukee zurückgekehrt und ich habe sie in Chicago am Flughafen abgeholt. So haben wir die verbleibenden zwei Wochen des Januar im Angesicht zum TeilarktischerKälte und Winde und der täglichen Arbeit tapfer geregelt. Zum Ende des Monats wurde es bei tagsüber +3° und nachts nur noch -4° schon fast frühlingshaft, zumal es fast täglich wolkenlos und sonnig war.

Dennoch ist es uns nicht anzulasten, dass wir für unsere Geburtstage im Januar einen außergewöhnlichen Ausflug geplant und gemacht haben, der uns gestern am 31. Januar von Chicago nach KeyWest gebracht hat. Key West, wo Ernest Hemingway gelebt hat, gehört zu Florida, ist der südlichste Punkt des amerikanischen Festlandes und liegt südwestlich von der Halbinsel Florida im Golf von Mexiko, besser bekannt als Golf von Amerika 😂😂😂, circa 130 km vor Kuba. Als wir gestern aus dem Flugzeug stiegen, waren es schlagartige 28° und tropische Luft und wir waren innerhalb von 3 Stunden aus dem Winter im Mittleren Westen in den Sommer im Süden gelandet. Konsequenterweise hatten wir nachmittags um 4 am Strand schon die erste Piña Colada drin.
Anders als in Wisconsin, wo ja überall Truthähne und Truthennen herumlaufen, wie ihr ja hier im Blog schon einige Male sehen konntet, ist Key West fest in der Hand von Hennen und Hähnen, die über Bürgersteige und Straßen laufen und auch in den Bäumen sitzen. Überall hört man das Kikeriki der Hähne. 
Auch dieses Mal bleibt euch ein Ausflug in die kulinarische Kultur Amerikas nicht erspart. Das Frühstück im Hotel. Heute Morgen war ein glühendes Beispiel für die Esskultur der USA. Alles zum Frühstück war einzeln verpackt, in Plastik, sogar die fertig gekochten und sogar gepellten Eier waren in Plastik verpackt. Es schmeckt nicht, mit einem Teilchen (60 g Zucker) hast du die Tagesration an Zucker schon zum Frühstück drin, mal abgesehen davon, dass es eine Riesen Müllproduktion ist. Das Bier gestern Abend gab’s übrigens auch im Plastikbecher. Angeblich verlangt, dass die Polizei so, man dürfe angeblich nicht mit Glas Oder Gläsern über die Straße laufen. Dabei wollten wir gar nicht über die Straße spazieren, sondern uns lediglich in Biergarten unter die Bäume setzen. Trotzdem: frisch gezapftes Bier gibt’s aus dem Plastikbecher.
Heute haben wir einen sehr schönen Ausflug über die Keys gemacht ( der Begriff  Keys hat übrigens nichts mit den englischen Schlüsseln zu tun, sondern ist aus dem spanischen Cayo (kleine flache Sandinsel) ins Englische übernommen),
und sind dabei die berühmte lange Straße Highway US 1 Richtung Miami gefahren, die die einzelnen Keys miteinander verbindetundzwischendurch über lange Strecken übers Wasser geht. Diese Verbindungstrecke gibt es schon seit 1912, war aber ursprünglich eine Eisenbahnstrecke, die später durch die Straße ersetzt wurde. Teile der alten Eisenbahnstrecke, inzwischen schlimm verrottet, konnten wir auf unserem Ausflug noch entdecken. Ansonsten sind wir immer wieder durch Mangroven gefahren, bis wir an einem sehr schönen StatePark an den Strand gegangen sind.
Strand und Wasser sind genauso, wie man sich die Karibik vorstellt: schneeweiße Strände durch den Muschelkalk, Türkis blaues Wasser durch den hellen sandigen Untergrund. Wassertemperatur um die 20°, nicht gerade warm, aber auch nicht kalt, sondern eher erfrischend.
Was die Hühner in Key West auf den Bürgersteigen und Straßen sind, sind die Pelikane im Wasser. Pelikane, soweit das Auge reicht.
Zum Abschluss unseres Ausflugs haben wir uns in ein sehr schönes Sea food Restaurant an einem kleinen Hafen begeben und haben die Spezialitäten der Karibik, die es hier täglich frisch auf den Tisch gibt, genossen. Wir haben uns ein Dutzend Austern und einen Hummer geteilt.
Eigentlich gehört das ja alles schon in den Februar Bericht, immerhin ist heute schon der 1. Februar. Da dieser Ausflug aber Ende Januar gestartet ist, werde ich den Bericht morgen nochabschließen,denn morgen machen wir noch eine Kajak Tour durch die Mangroven. 

Die Kajak Tour durch die Mangroven war ein tolles Erlebnis, eine wunderbare Kombination aus Abenteuer, Natur erleben und ein bisschen Sport machen. Wir sind durch die Mangrovenwälder geglitten, teilweise durch sehr enge Tunnel, wir haben dieses außergewöhnliche Spektakel bewundern können. Wir haben kleine Haie gesehen, eine schwangere Robben Mutter mit ihren Kindern(circa drei Jahre alt), Seesterne, Jellyfish (Quallen), Adler und Kormorane. Und natürlich wieder reichlich Pelikane. nach 2 Stunden hatten wir müde. Arme und steife Hüften und nasse Hosen.
Hiermit ist der Januar Bericht tatsächlich abgeschlossen, wir zählen dieses Wochenende einfach noch zum Januar hinzu, gleich, heute Abend, fliegen wir von hier Key West nach Milwaukee zurück, dann hat uns der Winter wieder und wir starten den Februar. Bleibt neugierig und freut euch auf den Februar am ersten Sonntag des März.